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FAO erwartet höhere Fleischproduktion und -exporte im Jahr 2025

Den Prognosen zufolge dürften die weltweite Schweinefleischproduktion sowie der Handel in diesem Jahr zunehmen.

2 Januar 2026
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Die weltweite Fleischproduktion dürfte 2025 auf 384 Millionen Tonnen (Schlachtkörperäquivalent) steigen, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der Anstieg ist vor allem auf die Erwartung einer höheren Geflügelfleischproduktion zurückzuführen, ergänzt durch Zuwächse bei Schweinefleisch sowie ein moderates Wachstum bei Schaffleisch. Teilweise wird dies durch einen Rückgang der Rindfleischproduktion ausgeglichen.

  • Die weltweite Geflügelfleischproduktion dürfte sich ausweiten, gestützt durch vergleichsweise niedrigere Futtermittelkosten und eine robuste Nachfrage aufgrund der guten Erschwinglichkeit. Trotz anhaltender Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) in wichtigen Erzeugerregionen sind die Auswirkungen auf die Masthähnchenproduktion bislang begrenzt geblieben.
  • Die weltweite Schweinefleischproduktion dürfte wachsen, getragen von einer verbesserten Produktivität und einem effizienteren Bestandsmanagement. Wiederkehrende Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP), insbesondere in Asien und Europa, erschweren jedoch weiterhin die Bemühungen zur Seuchenbekämpfung.
  • Die Schaffleischproduktion dürfte ebenfalls leicht zulegen, da Rückgänge in Ozeanien – infolge kleinerer Herden, teilweise jedoch ausgeglichen durch eine verstärkte Schlachtung älterer Zuchtmutterschafe mit höheren Schlachtgewichten – voraussichtlich durch Zuwächse in anderen Regionen kompensiert werden.
  • Demgegenüber wird für die weltweite Rindfleischproduktion aufgrund geringerer Rinderbestände ein Rückgang erwartet, insbesondere in Brasilien und den USA, wo witterungsbedingte Faktoren und eine starke weltweite Nachfrage über mehrere Jahre hinweg zu hohen Schlachtzahlen geführt hatten.

Der weltweite Fleischhandel dürfte 2025 um 1,7 Prozent wachsen und ein Volumen von 43,0 Millionen Tonnen erreichen. Ein knappes Angebot an Rindfleisch, eine starke Importnachfrage, tierseuchenbedingte Handelsbeschränkungen und Zölle tragen jedoch zu einer Veränderung der Handelsstrukturen und anhaltender Volatilität im internationalen Fleischhandel bei.

  • Das Wachstum dürfte vor allem vom Rindfleisch angeführt werden: Australien weitet seine Lieferungen in die USA aus, wo das inländische Angebot weiterhin begrenzt ist, während Brasilien seine Exporte in alternative Absatzmärkte erhöht, nachdem die USA höhere Zölle verhängt haben.
  • Eine robuste weltweite Nachfrage dürfte auch die Geflügelfleischexporte ankurbeln. Allerdings haben HPAI-bedingte Beschränkungen gegenüber Brasilien das Wachstum gebremst, was es kleineren Exportländern ermöglicht hat, Marktanteile zu gewinnen.
  • Der Handel mit Schweinefleisch wird den Prognosen zufolge ebenfalls zulegen. Steigende Exporte Brasiliens dürften dabei die rückläufigen Lieferungen der Europäischen Union, insbesondere nach China, nach Einführung vorläufiger Zölle im September mehr als ausgleichen.
  • Demgegenüber wird für den weltweiten Handel mit Schaffleisch ein Rückgang erwartet, da die verfügbaren Exportmengen in den wichtigsten Erzeugerländern begrenzt sind.

Die internationalen Fleischpreise, gemessen am FAO-Fleischpreisindex, tendierten 2025 nach oben, angetrieben von steigenden Notierungen bei Rind- und Schaffleisch, die jeweils neue historische Höchststände erreichten. Der Preisanstieg spiegelt die begrenzten globalen Exportmengen, die anhaltende Importnachfrage sowie die gestiegene Marktunsicherheit aufgrund von Tierseuchen und geopolitischen Spannungen wider.

13. November 2025/ FAO.
https://openknowledge.fao.org

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